TanzMedienAkademie

Die TanzMedienAkademie, 2007 vom Kunstfest ins Leben gerufen und von der Kulturstiftung des Bundes gefördert, bietet jungen Choreographen und Medienkünstlern ein Forum zu interdisziplinärer Recherche. Innerhalb eines mehrwöchigen Workshops erarbeiten die Künstler neue Stücke, die abschließend öffentlich vorgestellt werden – Projekte, die mit Bewegung, Klang, Licht, Raum und Projektion experimentieren. Öffnung, Austausch, Transparenz und Zwiesprache zwischen den einzelnen Disziplinen stehen im Mittelpunkt dieses pädagogischen Konzeptes, mit dem das Kunstfest sein Interesse an avancierten Kunstformen und Weichenstellungen für künstlerische Berufseinsteiger bekundet.

Gefördert durch die:

TanzMedienAkademie 2011: Raum in Bewegung II

Foto oben: Lutz Gregor, Foto unten: Maik Schuck

Prue Lang, Stefan Kraus / MXZEHN, künstlerische Leitung
Clarisse Chanel, Malika Djardi, Paulina Giwer, Margot Joncheray, Zuzanna Kasprzyk, Daniela Komedera, Lena Kowalska, Corentin Le Flohic, Jan Lorys, Krzysztof Nowakowski, Marcela Santander Corvalán, Lina Schlageter, Choreographie und Tanz
Assia Bodrova, Jiayao Chen, Anna-Sophia Eppstein, Yue Gao, Sandra Guznan, Marie Grund, Sebastian Häfele, Georg Lichtenegger,YuanYuan Liu, Stefan Pach, Judith Rautenberg, Jonas Späinghaus, Ludwig Völker, Paul Winkler, Medienkunst
Timm Burkhardt, Björn Jung, Marc Sauter, künstlerisch-technische Unterstützung

 In ihrem fünften Jahr setzt die interdisziplinäre TanzMedienAkademie auf bewährte Parameter und geht doch neue Wege: Das historische, von Henry van der Velde gestaltete Hauptgebäude der Bauhaus-Universität stellt erneut den Rahmen, in dem junge Künstler an der Schnittstelle zwischen Tanz und Medien forschen und performativ arbeiten. Wiederum werden Studierende verschiedener Fakultäten der Bauhaus-Universität an dem Projekt beteiligt sein, anläßlich des 20-jährigen Bestehens des »Weimarer Dreiecks« wurden jedoch auch Studierende aus Frankreich und Polen eingeladen, an der TanzMedienAkademie mitzuwirken.
Projektpartner sind in diesem Jahr das Centre National de Danse Contemporaine in Angers sowie der Studiengang Tanztheater Bytom der Hochschule für Schauspielkunst Krakow. Beide Institutionen zeichnen sich durch ein dezidiert zeitgenössisches Profil aus und gehören zu den jeweils führenden Ausbildungsstätten ihres Landes. Mit der trilateralen Ausrichtung der diesjährigen TanzMedienAkademie knüpft das Kunstfest an die durch das historische Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens begründete Idee an, die Zusammenarbeit der drei Länder zu stärken. Hier geschieht dies aber eben nicht auf institutionalisierter politischer Ebene, sondern auf künstlerischer. Die TanzMedienAkademie fördert einen intensiven Austausch der französischen, polnischen und deutschen Teilnehmer untereinander und es wird Verständnis, Respekt und Aufgeschlossenheit für die jeweils anderen Disziplinen verlangt. Ein solch umfassender – auch sozialer – Trainingsprozeß kann erheblich dazu beitragen, daß nicht nur künstlerische, sondern auch kulturelle Grenzen überwunden werden. Im besten Fall entstehen tragfähige Netzwerke, die über das aktuelle Projekt hinaus wirken.

"In den letzten zwei Augustwochen treffen Studierende aus den Fachbereichen Tanz, Choreographie, Medien, Kunst, Design und Architektur im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität aufeinander. Vor über 90 Jahren hat am historischen Bauhaus ein ähnliches Experiment Geschichte geschrieben. Eine neue Einheit von Kunst und Technik wurde gefordert, denn die Kluft zwischen beiden war in der zeitgenössischen Kultur zu einem Hemmnis geworden. Eine ähnliche Kluft dürfte bis heute existieren und sich mit den neuen Technologien fortwährend erneuern.
In der Tanzkunst und der Technikkunst treffen sich zwei Kunstformen, deren Arbeitsweisen / Prozesse unterschiedlicher nicht sein könnten. Oft stehen sie aber vor denselben Problemen und können gerade deshalb einander viel geben. Inspirierend wirkt die Möglichkeit, durch die Kombination von Können bei einer gemeinsamen Vision mehr zu erreichen als die Summe der Teile hoffen lie